• Begleiten
  • Nachfolge
  • Einblicke
  • Werk:log
  • Über
  • Begleiten
  • Nachfolge
  • Einblicke
  • Werk:log
  • Über
  • Veranstaltungen
  • Presse
  • Kontakt
  • SCHWEIZER TAGE
  • Zeit zum FUSEIN

Werkraum für
unternehmerische
Familien

Werkraum für
unternehmerische
Familien

[-]
#99 • 2. Juli 26

Rekubation: Warum Familienunternehmen das eigene Geschäft neu gründen müssen.

Ein Gastbeitrag von Korbinian Richter • #Unternehmen

Rekubation: Warum Familienunternehmen das eigene Geschäft neu gründen müssen.

Rekubation ist die zweite Wette auf die Zukunft, weil digitale Transformation in grossen, tradierten Organisationen zu oft scheitert. Rekubation macht kein Argument für bekannte Formate, in denen Unternehmen eigene Start-ups gründen. Rekubation ist radikaler. Rekubation bedeutet, den eigenen Unternehmenskern neu zu gründen, um KI richtig einzusetzen und gleichzeitig den Product-Market-Fit zu nutzen.

 

Gute Unternehmen können oftmals schlecht transformieren

 

Harvard-Professor Clayton Christensen hat beschrieben, was viele Unternehmerfamilien kennen: Das Innovator's Dilemma. Ihre Unternehmen optimieren das Bestehende mit bemerkenswerter Disziplin und verlieren genau deshalb die Kompetenz in der Umsetzung des radikal Neuen.

 

Neu gegründete Unternehmen haben heute einen immensen Vorteil, wie viele Beispiele zeigen. So auch die Gegenüberstellung von Deutscher Bank und Trade Republik. Die Deutsche Bank beschäftigt rund 20.000 Mitarbeitende, die sich um digitale Infrastruktur und Kundenbeziehungen bemühen. Trade Republic, als Neobank, kommt mit insgesamt rund 1.200 Mitarbeitenden aus. Davon arbeiten etwa 480 als Full-Stack-Entwicklerinnen und -Entwickler. Gemessen an den Kundenzahlen betreut 1 IT-Mitarbeitender bei der Deutschen Bank rund 1.000 Kunden; bei Trade Republic sind es eher 10.000 bis 20.000: Inklusive der entsprechenden Vorteile für Kosten und Unternehmenswert.

 

Technologisches Greenfield für den bestehenden Product-Market-Fit

 

Rekubation bedeutet, den erfolgreichen Kern des bestehenden Unternehmens - Know-How, Produkte, Dienstleistungen, Kundenbeziehungen - in einer neuen Struktur aufzubauen. Digitalisierung also nicht als Projekt im Wettstreit um Ressourcen und Aufmerksamkeit, sondern als eigenständiges Unternehmen auf der technologisch grünen Wiese; ohne Altlasten, ohne Abhängigkeiten, ohne die Befindlichkeiten einer gewachsenen Unternehmenskultur.

 

Der entscheidende Unterschied zur klassischen Inkubation liegt in der Ausgangslage. Start-ups beginnen bei null, selbst wenn sie sich im Geschäftsmodell an fremden Vorbildern orientieren. Sie müssen den Product-Market-Fit erst finden und beweisen. Rekubation startet mit einem tiefen Verständnis für Produkt, Markt und Kunde. Rekubation weiss, dass das Geschäft funktioniert.

 

Die Frage ist: Wie würde man das Geschäft heute aufbauen, wenn man es von Grund auf neu denken kann? Und in der Beantwortung wird man feststellen, dass die Hürden im Aufbau von neuem digital-first Geschäft nie geringer waren. Low- und no-code Lösungen machen Tech zunehmend zur Commodity und unterstreichen einmal mehr die Relevanz von Know-How in Produkten, Dienstleistungen und Kundenbeziehungen aus dem gesunden Kerngeschäft.

 

Mut zur zweiten Gründung

 

Das vergangene Jahrzehnt zeigt, dass die inkrementelle Digitalisierung der bestehenden Strukturen nicht ausreicht oder gar nicht erst funktioniert. Zu tief sitzen die technologischen Altlasten, zu stark sind die organisatorischen Beharrungskräfte, zu gross ist die Angst, das Bestehende zu gefährden. Grosse Veränderungen passieren aber ohnehin.

 

Unternehmerfamilien haben den unfairen Vorteil, dass sie Markt, Produkt und Kunden ihrer Unternehmen kennen. Mit der Neugründung des bestehenden Geschäfts ist eine zweite Wette platziert, die die Chancen auf eine erfolgreiche (KI-getriebene) Zukunft drastisch erhöht. Rekubation ist Vehikel zum Aufbau von Vermögen, im finanziellen Sinne aber auch im Sinne von digitalem Können. Die NextGen ist prädestiniert, mit einer Rekubation Verantwortung zu übernehmen.

 

Korbinian Richter ist Associate Partner bei A11, treibt den Ausbau des Geschäfts mit Familienunternehmen voran und verantwortet den Bereich Rekubation. Bei A11 arbeiten rund 150 FDEs in den Bereichen Sales, Marketing, Data und Software, Automatisierung und Recruiting und kümmern sich um die Zukunft von mittelständischen Unternehmen. Das Team ist vor über 10 Jahren als operatives Team von Project A gestartet, einem der erfolgreichsten europäischen Venture Capital Investoren, der Unternehmen wie Trade Republic, Sennder oder Arx mit aufgebaut hat. Mit FUTUN teilt A11 die Leidenschaft für Familienunternehmen als wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anker für Zukunftsstabilität und genau deshalb arbeiten wir so gerne zusammen.

Weitere Beiträge

Was bleiben soll und was gehen darf: Vom Vermächtnis in Unternehmerfamilien. [+]

[+]

#100 • 22. Juli 26 Was bleiben soll und was gehen darf: Vom Vermächtnis in Unternehmerfamilien.
Ein Gastbeitrag von Heiko Kleve
Familienrezepte: Es ist angerichtet. [+]

[+]

#98 • 24. Juni 26 Familienrezepte: Es ist angerichtet.
EIN EINBLICK IN DAS WIRKEN VON FUTUN
Mit uns reden.

werkraum@futun.ch
+41 44 389 80 80
LinkedIn
SCHWEIZER TAGE
Zeit zum FUSEIN
Veranstaltungen
Presse
Datenschutz
Impressum
Kontakt
LinkedIn
SCHWEIZER TAGE
Impressum
Datenschutz
Mit uns reden.

werkraum@futun.ch
+41 44 389 80 80
LinkedIn
SCHWEIZER TAGE
Zeit zum FUSEIN
Veranstaltungen
Presse
Datenschutz
Impressum
Kontakt
LinkedIn
SCHWEIZER TAGE
Impressum
Datenschutz
ALLES   NICHTS
EINATMEN   AUSATMEN
TUN   SEIN*
01   00
Nichtstun - Animiertes Icon, welches sich dreht

* Fehlt Ihnen manchmal die Zeit oder der Raum, um einfach Familie zu sein?
Neben der Arbeit an Ihren Zielen helfen wir Ihnen gern, Tun und Sein ins Gleichgewicht zu bringen.
Mehr dazu erfahren Sie von uns persönlich oder bei einem unserer Vorträge.