Vom laufenden Erkunden der Generationendienlichkeit: Ein Gespräch im Kunstraum.

Ist es möglich, eine künstlerische Vision auf irgendeine Art und Weise in ein Unternehmertum zu transformieren? Wie gelingt es, scheinbar Gegensätzliches miteinander zu verbinden? Was vermag dabei die Kunst des Gesprächs zu bewegen? Wie können unternehmerische Familien Impulse aus der Kunst als Quelle der Weiterentwicklung von Vermögen und Unternehmen nutzen? Und das besonders dann, wenn es um Entscheidungen geht, die über die eigene Generation hinaus wirken?
Das sind Fragen, die vielleicht auch Sie bewegen. In jedem Falle sind es Fragen, deren Beantwortung uns als FUTUN in der Zusammenarbeit mit unternehmerischen Familien seit vielen Jahren begleitet. Und es sind Gedankenbewegungen, die der Künstler Till Velten erst kürzlich im Kunstraum Baden in einer Ausstellung erfahrbar machte, die den Titel «Pulver» trug.
Begegnet sind sich dort zwei Positionen, die auf den ersten Blick ein Gegenüber zu bilden scheinen und dabei so unterschiedlich sind wie visionär: Das Wirken der Künstlerin und Heilerin Emma Kunz (1892–1963) und die Geschichte der – für die Waschmaschine «Bianca» bekannten – Merker AG. Einem Unternehmen, dessen ehemaliges Areal heute den Kunstraum Baden beherbergt.
Ausgehend von diesen Perspektiven hat Velten aus Gesprächen mit Zeitzeug:innen, Nachfahren und Zukunftsgestalter:innen ein dichtes Netz an Perspektiven gewebt, in dem ungewöhnliche Zusammenhänge sichtbar werden. Auch Dr. Marcel Megerle ist mit seiner Perspektive durch ein Gespräch mit Velten Teil des Kunstprojekts geworden – mit einem Dialog, der im Rahmen der Ausstellung hörbar war. Einem Dialog, der – von einem Sprecher neu eingesprochen – nun auch hier hörbar ist:
Neben den Gesprächen, denen Besucher:innen über Kopfhörer lauschen konnten, waren es auch Gesprächsrunden in Präsenz, die im Laufe der Ausstellung regelmäßig Menschen zusammenführten. Eine solche Runde durfte Dr. Marcel Megerle moderieren – ein Gespräch mit der Inhaberin der BURRI public elements AG, Sabine Bellefeuille-Burri, der Kuratorin der Ausstellung Kosmos Emma Kunz, Yasmin Afschar, und dem Künstler Till Velten selbst. Dabei konnten alle miterleben, wie im Gespräch scheinbar Unvereinbares zusammenfindet und die Kunst (des Gesprächs) auch zu gelingendem Unternehmertum beiträgt.
Über die Ausstellung selbst und weiteren Gesprächsrunden hinaus ist in der Zusammenarbeit mit der Designerin Tania Prill auch ein Ausstellungsbuch entstanden. Einen kleinen Auszug können Sie am Ende dieses Beitrags lesen. Im Blick auf die Seiten wird es Ihnen vielleicht ähnlich wie uns als FUTUN ergehen: Dass Sie sich plötzlich selbst in diesen Gesprächen wiederfinden – in einem inneren Dialog über das, was war, was ist und was sein wird; in einer Gedankenbewegung hin zur Generationendienlichkeit. Denn scheinbar kann es gelingen, künstlerische Vision in ein Unternehmertum zu transformieren.

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