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#40 • 22. Nov. 23

Kommunikation in der Familie: Warum ver­stehen wir uns nicht?

Ein Gastbeitrag von Till Novotny • #Familie

Till Novotny steht vor einem dunklen Hintergrund und lächelt in die Kamera. Er hält seine Hände freundlich gestikulierend vor sich.

Das Zusammen­sein mit anderen kann sich in para­diesischer Fülle zeigen – aber auch als Ab­grund an Ein­samkeit. Warum ist auch in der Familie das Ver­stehen und Ver­standen­werden manchmal so schwer? Wie finden wir, auch im Kontext des Unter­nehmens, mehr nährende Nähe?
 

Familien­Unternehmer­TUN

Es beschreibt für uns das Handeln, den Verstand, die Tiefenanalyse und die Wirkungen, die sich dadurch zeigen.

Wenn wir mit anderen Menschen sprechen, hoffen wir darauf, dass unsere Gedanken sie erreichen und in unserem Sinne berühren. Statt dessen lösen wir aber eher eine Flut von Asso­ziationen in ihnen aus, die von eigenen Er­fahrungen geprägt ist und von denen wir selbst kaum eine Ahnung haben. Hinzu kommt der mensch­liche „Negativity Bias“, der die empfangenen Sätze zunächst auf das potentiell Bedrohliche oder Ver­letzende hin auswertet.

Unsere Worte trans­portieren also keine Bot­schaften, sondern sie bewirken ein Verständnis, oft ein eher kontra­produktives. Erkennen zeigt sich als Wieder­erkennen von Inhalten und Gefühlen, die wir bereits in uns gespeichert haben und mit den Sätzen der anderen verbinden. Gemein­same Erleb­nisse tragen dann immerhin dazu bei, dass diese im Grunde ge­trennten Speicher ähnlicher und damit verbindender werden.
 

Familien­Unternehmer­SEIN

Es beschreibt für uns das Gefühl, das Herz, die Emotionalität und die Erlebnisse, die Menschen miteinander verbinden.

Für ein trag­fähiges Erleben von Ver­ständnis und Nähe folgt jedoch, dass wir im Gespräch immer wieder gegen­seitig zurück­spiegeln müssen, was wir gerade verstanden zu haben glauben. In dieser schritt­weisen An­näherung, die schriftlich kaum gelingt, können wir unsere Wahr­nehmung kalibrieren und uns, bild­lich ge­sprochen, auf­einander ein­schwingen. Der Mathe­matiker und Erfinder der Kyber­netik, Norbert Wiener, hat dazu gesagt: „Wenn ich wissen will, was ich gesagt habe, muss ich auf die Antwort warten.“

Was hilft uns noch dabei, z.B. eine gemein­same Basis für Familien- oder Führungs­werte zu finden? Als natürlicher Ausgangs­punkt bieten sich die in uns allen vorhandenen menschlichen, kultur­übergreifenden Grund­werte an. Zu ihnen gehört neben der natür­lichen Bindung zwischen Eltern und Kindern vor allem Ver­trauen im Sinne der inneren Sicher­heit, dass vom anderen zumindest kein Schaden ausgehen wird. Gemein­same Erleb­nisse sind genau wie die spiegelnden Dialoge deshalb so wertvoll, weil sie diese Sicher­heit fördern.

Das gilt auch für eine weitere Ver­ständnis­ebene: Über das allgemein Menschliche hinaus verbinden uns Grund­muster der Persönlich­keit, zwar nicht mit allen Menschen, aber doch mit sehr vielen – und wir können die über­schaubare Zahl dieser Persönlich­keits­muster verstehen lernen, um uns so besser in andere ein­zufühlen und danach wirkungs­voller zu handeln.

 

Enkelfähigkeit im Denken und Handeln

Sie bedeutet für uns Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit & langfristige Wirksamkeit über Generationen.

Dieses erweiterte Verständnis für­einander hat die Kraft, aus der immer wieder auf­tretenden Fremd­heit heraus in das Erlebnis wachsender Nähe zu kommen. Es vertieft aber auch den Zugang zu sich selbst – und das kann eine wesentliche Rolle für den gelingenden Generations­wechsel spielen.

Die jüngere Generation hat not­wendiger­weise einen Rück­stand an Er­fahrung und spezifischem Wissen. Sie muss also ihren eigenen, respektierten Platz auf eine andere Weise finden. Dazu trägt die tief reichende Aus­einander­setzung mit der eigenen Persönlich­keit sehr viel bei. Die entstehende Selbst - Bewusstheit gleicht den Rück­stand an Erfahrungs­wissen durch einen Vor­sprung an achtungs­voller Souveränität auf eine natürliche Weise aus. Dann kann die davor ver­antwort­liche Generation sich mit gutem Gewissen zurück­ziehen und das Unter­nehmen bald in neuen, die Zukunft sichernden Händen sein.

 


Till Novotny ist Gründer der panlogos GmbH, die Familienunternehmen in der Entfaltung ihrer lebendigen (Wettbewerbs)Kraft begleitet. Das gelingt durch die Verbindung von Unternehmensstrategie, Führungssystemen und vor allem innerer Entwicklung – als Persönlichkeit, als Arbeitsteam und als Familie. Seine Grundlagen liegen in einem Studium an der European Business School, Ausbildungen in humanistischer und systemischer Psychologie, mehr als 10 Jahren Führungsverantwortung und in über 30 Jahren Beratungspraxis. Gedanken zu den Persönlichkeitsmustern finden sich hier sowie ein vertiefender Einblick in deren Zusammenspiel in diesem Beitrag im von FUTUN initiierten Sammelwerk. FUTUN kooperiert mit Till Novotny in Fragen der Persönlichkeitsentwicklung und Beziehungsgestaltung.

 

Fotografie: Raimar von Wienskowski

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