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#88 • 14. Jan. 26

Die schicksalhafte Begegnung: Eine andere Sicht auf Unternehmens­nachfolge.

Ein Gastbeitrag von Andrej Schindler • #Unternehmen

Wenn die Nachfolge in einem mittelständischen Unternehmen nicht durch Familienmitglieder oder langjährige Mitarbeitende geregelt werden kann, beginnt oft ein langwieriger Suchprozess. Üblicherweise stehen dabei Kriterien wie Fachkompetenz, Führungserfahrung oder Branchenkenntnis im Mittelpunkt – und das ist auch richtig so. Was jedoch häufig zu kurz kommt, ist eine andere, weniger greifbare Frage: Passt diese Person wirklich zu diesem Unternehmen?

 

Unternehmen haben Persönlichkeit

 

Denn Unternehmen sind mehr als Organisations­strukturen, Kennzahlen und Prozesse. Jedes hat seinen eigenen Charakter. Man spürt ihn, wenn man durch die Räume geht, mit Mitarbeitenden spricht oder an einer Führung teilnimmt. Es gibt eine bestimmte Atmosphäre, eine eigene Sprache, typische Gesten, einen Umgangston. Nach einer gewissen Zeit lässt sich sogar so etwas wie ein Charakter oder ein eigener Wille wahrnehmen. Überspitzt gesagt: Unternehmen haben eine Persönlichkeit.

 

Begegnung zweier Persönlichkeiten

 

Bei einer Unternehmens­nachfolge treffen daher eigentlich zwei «Persönlichkeiten» aufeinander: das Unternehmen und die neue nachfolgende Person. Diese sich anbahnende Beziehung ist mit einer Partnerschaft vergleichbar. Und angesichts der Zeit, der Energie und der emotionalen Bindung, die eine Unternehmens­führung erfordert, ist der Vergleich mit einer Ehe gar nicht so abwegig. Auch hier geht es nicht nur um rationale Kriterien, sondern um Vertrauen, Resonanz und das Gefühl, gemeinsam etwas entwickeln zu wollen.

 

Schicksalhafte Begegnung ermöglichen

 

In unserer Vermittlungsarbeit achten wir deshalb nicht nur auf Lebensläufe, Qualifikationen und Erfolgsbilanzen. Wir fragen auch: Passen diese beiden wirklich zueinander? Wo ergänzen sie sich? Wo fordern sie sich heraus? Und wo könnten Reibungen entstehen? Diese Fragen erweitern den klassischen Kompetenz­rahmen um eine entscheidende Dimension.

 

Im Idealfall entsteht aus einer Unternehmensnachfolge keine rein funktionale Verbindung, sondern eine langfristige Partnerschaft – getragen von gegenseitigem Verständnis und echter Passung. Man könnte es auch eine schicksalhafte Begegnung nennen. Natürlich hinkt diese Analogie an manchen Stellen, und sie darf nicht wörtlich verstanden werden. Dennoch erleben wir sie als sehr hilfreich: Sie lenkt den Blick auf das, was in vielen Nachfolge­prozessen unbewusst eine zentrale Rolle spielt – aber selten offen benannt wird.

 

Andrej Schindler wurde 1977 in Kasachstan geboren und wuchs in einem vielfältigen Bildungsumfeld auf. Nach dem Besuch einer Montessori-Schule absolvierte er sein Wirtschaftsabitur und studierte anschließend Germanistik und Geschichte in Freiburg. Seine berufliche Laufbahn begann er als Bankkaufmann in der Freien Gemeinschaftsbank in Basel und arbeitete anschließend bei der Stiftung trias in Hattingen. 2016 gründete er gemeinsam mit Jonas von der Gathen die Vermittlungsagentur «Schindler & von der Gathen», die Organisationen und Unternehmen bei der Suche nach Führungskräften, Verantwortungsträgern und Unternehmensnachfolgern begleitet. Dabei beschäftigt er sich intensiv mit Fragen verantwortlicher Unternehmensführung, organisationaler Passung und der Verbindung von Kultur und Führung. Neben seiner Arbeit in der Agentur engagiert sich Schindler seit vielen Jahren in der Kunstvermittlung und verbindet ästhetische Erfahrung mit organisationaler Entwicklung. In seinem Podcast «Kunst der Verantwortung» reflektiert er über Verantwortung, Führung und Gestaltung in Unternehmen und Projekten. Im November 2025 war dort auch Dr. Marcel Megerle unter dem Titel «Verantwortung in Familienunternehmen» zu Gast. Andrej Schindler lebt und arbeitet in Augsburg. 

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